3 Sep, 07 > 9 Sep, 07
20 Aug, 07 > 26 Aug, 07
13 Aug, 07 > 19 Aug, 07
2 Jul, 07 > 8 Jul, 07
25 Jun, 07 > 1 Jul, 07
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7 May, 07 > 13 May, 07
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23 Apr, 07 > 29 Apr, 07
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19 Feb, 07 > 25 Feb, 07
5 Feb, 07 > 11 Feb, 07
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8 Jan, 07 > 14 Jan, 07
1 Jan, 07 > 7 Jan, 07
25 Dec, 06 > 31 Dec, 06
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4 Dec, 06 > 10 Dec, 06
27 Nov, 06 > 3 Dec, 06
20 Nov, 06 > 26 Nov, 06
13 Nov, 06 > 19 Nov, 06
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2 Oct, 06 > 8 Oct, 06
18 Sep, 06 > 24 Sep, 06
11 Sep, 06 > 17 Sep, 06
28 Aug, 06 > 3 Sep, 06
7 Aug, 06 > 13 Aug, 06
24 Jul, 06 > 30 Jul, 06
17 Jul, 06 > 23 Jul, 06
10 Jul, 06 > 16 Jul, 06
3 Jul, 06 > 9 Jul, 06
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5 Jun, 06 > 11 Jun, 06
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2 Jan, 06 > 8 Jan, 06
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GREGOR BRAND : LIBER PHILOSOPHICUS
Saturday, 30 December 2006
William Stern und die Erinnerung des Blutes
Der als Philosoph weitgehend unbekannte Psychologe William Stern, Schopfer des Begriffes des Intelligenzquotienten, Freund der Neukantianer Ernst Cassirer und Jonas Cohn, judischer Demokrat und spaterer Emigrant, schrieb in einem neun Jahre vor der Machtubernahme Hitlers erschienenen Werk die bemerkenswerten Satze uber judische Menschen: "In wieder einem anderen meldet sich die Rasse; 'Blut erinnert sich' uber die Klufte von Jahrhunderten hinweg: so manche Kinder scheinbar ganz assimilierter Juden entdecken in sich nicht nur Gesinnungen und Ideen, sondern auch Ausdrucksformen des Temperaments, Eigenschaften des Leibes, die ihren alten Zusammenhang mit der Rasse bekunden; und sie empfinden es als innere Notwendigkeit, auch in dem au?eren Bereich ihrer Personlichkeit diese alt-neue Zugehorigkeit zum symbolischen Ausdruck zu bringen ..." (Wertphilosophie, 1924, S. 171). Wie sehr wurde man nichtjudischen Philosophen aus der Zeit William Sterns, etwa seinem Kollegen als Psychologe und Philosoph Erich Jaensch (1883 - 1940), solche Satze als Ausdruck von "Rassismus" um die Ohren hauen, wenn sie - und das sogar schon in der Vorhitlerzeit - solche Gedanken geau?ert hatten! Wie sehr wirft man ihnen dies heute noch vor, wenn sie in dieser Hinsicht wie William Stern gedacht haben!
Friday, 29 December 2006
Wer Wahrheit lehrt
Deutsche Sterne: Der judische Reformer und Padagoge Sigismund Stern, kulturbiologisch vor allem auch bedeutsam geworden als Gro?vater des Philosophen und Psychologen William Stern und als Urgro?vater des Schriftstellers und Philosophen Gunther Anders, wusste noch genau, wieviel das moderne Judentum der deutschen Kultur verdankt. Sein Bestreben ging dahin, den Juden den Weg in die von ihm als wertvollste angesehene europaische Kultur freizumachen. "Von den Deutschen lernen!" - so hatte man den Wahlspruch dieses sehr bewussten Juden des 19. Jahrhunderts formulieren konnen. Und sein intelligenter Enkel William hat insoweit nicht anders gedacht. Sigismund Sterns Glaubensbekenntnis formulierte er in den Worten seines Vorbildes Moses Mendelssohn: " Gott ist ein einziger Gott und wer Wahrheit lehrt und Gutes thut, ist sein Prophet." (Geschichte des Judenthums, 1857)
Cassirer und mein objektiver Geist
Jeder von mir hier niedergeschriebene Satz ist, wenn man gro?en Denkern wie Ernst Cassirer glauben kann, objektiver Geist. Und dass die Satze subjektiver Geist sind, versteht sich ja fast von selbst.
Naturrecht
Die Natur hat kein Recht, rechtlos zu sein.
Thursday, 28 December 2006
Interpretation und Wohlwollen
Es gibt keinen Satz, mag er zunachst auch noch so absurd erscheinen, den man nicht nur kluge und wohlwollende Interpretation als einen Ausdruck von Weisheit deuten kann. Eine entscheidende Frage bei der Auslegung von Satzen ist daher nicht nur: "Kann ich das und das daraus schlie?en?", sondern vor allem: "Will ich das und das daraus schlie?en?" Das bedeutet, dass man aus einer ablehnenden Deutung durchaus immer auch schlie?en kann, dass der Interpret ablehnen wollte.
Abweichungen von der Realitat
Rabbi Dov Bar von Mesritsch forderte, den eigenen Hochmut jeden Augenblick des Lebens zu bekampfen. Aber nicht weniger wichtiger als die Bekampfung des Hochmuts ist die Uberwindung des Tiefmuts. Selbstunterschatzung ist nicht weniger schadlich und verwerflich als Selbstuberschatzung, ja, vielleicht noch gefahrlicher, weil sie moglicherweise haufiger vorkommt. Jede Abweichung von der Realitat, die durch Denken erfolgt, ist fur den Denkenden problematisch, mag sie nun nach links oder nach rechts, nach oben oder nach unten, nach vorne oder nach hinten erfolgen.
Tuesday, 26 December 2006
Zeit
Je weniger Zeit mir bleibt, desto mehr Uhren und Kalender scheint es zu geben.
Die Einsamkeit der Gedanken
Jeder Gedanke stirbt einsam - und wenn nicht, dann ist es kein Gedanke.
Geschichtsphilosophisch
Wer die Welt verstehen will, darf nicht ahistorisch oder antihistorisch sein: Es gibt nichts auf der Welt, was nicht eine Geschichte hat.
Bauch- und Kopfschmerzen
Wenn es Bauchschmerzen gelingt, sich in den Kopf zu fluchten, dann wei? der Kopf am besten, wie trugerisch dieser "Erfolg" ist.
Ernst Jungers Katholizismus
Ernst Junger war ein derart gro?artiger Schriftsteller, dass man ihm die Alterssunde verzeihen muss, Katholik geworden zu sein. Junger lie? sich, was zu Wenigen bewusst ist, am 26. September, also dem Geburtstag Martin Heideggers, taufen. Vielleicht war seine Konversion in erster Linie kein genuin religioser Akt, sondern ein geheimes postumes Zeichen an einen der gro?ten seiner Zeitgenossen und die Aufforderung an Heidegger, mit ihm nach dem bald bevorstehenden Tod in einen spannenden Dialog zu treten.
Weisheit und Wissen
Weisheit versteckt sich am liebsten zwischen Wissen. Nirgendwo mehr wird sie gesucht und nirgendwo weniger wird sie gefunden.
Bilderverbot
Gibt es ein uberzeugenderes Argument gegen das judische und islamische Bilderverbot als die Zeitschrift MetArt? Ob MetArt oder nicht: Jede wahre Kunst ist ein uberzeugendes Argument gegen Bilderverbote. Und ein noch starkeres Argument ist: die Wirklichkeit.
Sunday, 24 December 2006
Goethes Gehirn und Objektivitat
Goethes Schadelvolumen betrug nach Angaben der DDR-Forscher, die dies seinerzeit untersucht haben, 1550 Kubikzentimeter. Das bedeutet zunachst, dass er ein etwas gro?eres Gehirn hatte als der europaische Durchschnittsmann mit seinen rund 1480 ccm. Andererseits hei?t das unter anderem auch, dass Goethe ein deutlich kleineres Gehirn hatte als etwa Kant oder Beethoven - oder manche unbekannten Mitburger seiner und unserer Zeit. Wenn nun Goethe erfahren hatte, was Forschungsergebnisse der letzten Jahre bestatigt haben, dass intelligentere Menschen im Durchschnitt auch ein gro?eres Gehirn haben, dann hatte er, da bin ich mir ganz sicher, dies neidlos registriert und akzeptiert und sich damit durch die Anerkennung dieser Fakten sehr wohltuend von denjenigen unterschieden, die diesen Zusammenhang aus eitlen und ideologischen Grunden leugnen.
Monday, 18 December 2006
Hab- und Armseligkeiten
Vor zwei Jahren ist der Begriff "Habseligkeiten" von einer prominent besetzten Jury zum schonsten deutschen Wort gewahlt worden. Auch zwei Jahre spater empfinde ich ein ein solches Wahlergebnis eher als Ausdruck deutscher Armseligkeit - wie die Tatsache, dass mehr als ein Drittel der deutschen Jugendlichen die Bedeutung des Wortes "Habseligkeiten" gar nicht mehr kennen.
Vox Dei
Vox avis, vox dei.
Intelligent - dumm und andere Eigenschaften
Mit dem Gegensatzpaar "intelligent - dumm" lasst sich im Bereich menschlichen Verhaltens mehr erklaren als mit dem Gegensatz von "gut - bose." Noch mehr wird jedoch verstandlich, wenn man alle diese vier Eigenschaften berucksichtigt. Je mehr Adjektive einem zur Verfugung stehen, desto naher kann man - ceteris paribus - der Wirklichkeit kommen.
Saturday, 16 December 2006
Besser ist es
Besser ist es, Hunger zu leiden. Als Kummer zu haben wegen Fehlernahrung. Besser ist es, sich zu ma?igen. Und so den Korper - oder den Leib? - zu starken. Ma? nahrt, Fehlma? zerstort.
Der demographische Triumph des Islam
Die moslemischen Albaner im Kosowo haben die hochste Geburtenrate in Europa. (5. X. 1988)
Thursday, 7 December 2006
Pseudostadt Winterspelt
In einer Biographie uber Alfred Andersch lese ich von der "Stadt" Winterspelt, die Andersch zum Titel seines vielleicht bekanntesten Romans gemacht hat. Ich will wahrlich nichts gegen das schone Westeifeldorf Winterspelt sagen, aber eine Stadt ist dieses alte Bauerndorf wirklich nicht. Bereits eine einzige solche Fehlbezeichnung und Ungenauigkeit reicht aus, mich der Zuverlassigkeit der sonstigen Angaben in dieser Biographie gegenuber misstrauisch zu machen. Andererseits: Ich begegne der Richtigkeit von Angaben in jedem Buch mit einem gewissen Grundmisstrauen und ich finde, dass dies gar keine schlechte Ausgangsbasis fur eine gute Lekture ist.
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