3 Sep, 07 > 9 Sep, 07
20 Aug, 07 > 26 Aug, 07
13 Aug, 07 > 19 Aug, 07
2 Jul, 07 > 8 Jul, 07
25 Jun, 07 > 1 Jul, 07
18 Jun, 07 > 24 Jun, 07
11 Jun, 07 > 17 Jun, 07
4 Jun, 07 > 10 Jun, 07
28 May, 07 > 3 Jun, 07
21 May, 07 > 27 May, 07
14 May, 07 > 20 May, 07
7 May, 07 > 13 May, 07
30 Apr, 07 > 6 May, 07
16 Apr, 07 > 22 Apr, 07
2 Apr, 07 > 8 Apr, 07
26 Mar, 07 > 1 Apr, 07
19 Mar, 07 > 25 Mar, 07
5 Mar, 07 > 11 Mar, 07
26 Feb, 07 > 4 Mar, 07
19 Feb, 07 > 25 Feb, 07
12 Feb, 07 > 18 Feb, 07
5 Feb, 07 > 11 Feb, 07
29 Jan, 07 > 4 Feb, 07
22 Jan, 07 > 28 Jan, 07
15 Jan, 07 > 21 Jan, 07
8 Jan, 07 > 14 Jan, 07
1 Jan, 07 > 7 Jan, 07
25 Dec, 06 > 31 Dec, 06
18 Dec, 06 > 24 Dec, 06
11 Dec, 06 > 17 Dec, 06
4 Dec, 06 > 10 Dec, 06
27 Nov, 06 > 3 Dec, 06
20 Nov, 06 > 26 Nov, 06
6 Nov, 06 > 12 Nov, 06
30 Oct, 06 > 5 Nov, 06
23 Oct, 06 > 29 Oct, 06
9 Oct, 06 > 15 Oct, 06
18 Sep, 06 > 24 Sep, 06
11 Sep, 06 > 17 Sep, 06
4 Sep, 06 > 10 Sep, 06
28 Aug, 06 > 3 Sep, 06
7 Aug, 06 > 13 Aug, 06
24 Jul, 06 > 30 Jul, 06
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3 Jul, 06 > 9 Jul, 06
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6 Mar, 06 > 12 Mar, 06
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9 Jan, 06 > 15 Jan, 06
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15 Dec, 03 > 21 Dec, 03
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GREGOR BRAND : LIBER PHILOSOPHICUS
Tuesday, 8 August 2006
Der deutsche Philosoph ERNST BERGMANN (1881 - 1945)
Gestern vor 125 Jahren wurde im sachsischen Colditz der schon zu Lebzeiten verleumdete und nach seinem Tod verfemte heidnische Philosoph Ernst Bergmann als Sohn des evangelischen Pfarrers Dr. Ernst Albin Bergmann (1838 und 1894) und der Schweizerin Marie Louise Linder geboren. Ich habe nicht den Uberblick uber samtliche deutschen Medienerzeugnisse des gestrigen Tages, aber es wurde mich wundern, wenn dieses Geburtstages auch nur in einer einzigen deutschen Zeitung gedacht worden ware. Statt dessen macht die meistgelesene deutsche Zeitung an diesem Tag das Glasauge eines prominenten Journalisten zum Gegenstand ihrer Titelschlagzeile - und beweist damit eindringlich, wie hochaktuell das geistige Anliegen Bergmanns ist, dem es darum ging, die gro?e deutsche Kulturnation intellektuell und spirituell wieder aufzurichten. Im Internet findet man nur sehr wenig uber den Leipziger Professor Bergmann. Das englischsprachige Wikipedia enthalt einen kurzen Artikel uber ihn, an dem - nicht untypisch fur Wikipedia - nahezu alles falsch ist. So hei?t es dort beispielsweise "He also claimed that Jesus was not a Jew, but rather of Nordic origin." Demgegenuber betont Bergmann in seinem Werk "Die Deutsche Nationalkirche" (Breslau 1933, S. 31) ausdrucklich, dass Jesus Jude war, "woran zu zweifeln Torheit ware". Sachlich falsch und naturlich immer noch massiv rufschadigend ist es auch zu sagen, die Philosophie Bergmanns ware vom Nationalsozialismus und Hitler aufgegriffen worden. Die nationalsozialistische Weltanschauung war schon ausgedacht und formuliert, ehe der Philosophieprofessor Bergmann uberhaupt in das Blickfeld Hitlers geraten konnte. Es gehort zu den Versaumnissen deutscher Philosophie, dass umfangreiche denkerische und dichterische Werk des Kultur- und Religionsphilosophen Ernst Bergmann noch nicht erfasst und zum andauernden Gegenstand der Forschung gemacht zu haben.
Friday, 4 August 2006
Helfendes Gift
Wer verzichtet schon auf ein Gift, wenn er merkt, dass es ihm hilft?
Saturday, 22 July 2006
Max Brod und der Krieg
Ein guter Vergleich: Wenn Max Brod die Unsinnigkeit des Kriegfuhrens auf eine Stufe stellt mit der alten Praxis, Jungen zu kastrieren, um aus ihnen gute Sanger zu machen.
Abneigung gegen Lernen
Je hohler ein Kopf, desto heftiger wehrt er sich gegen das Auffullen.
Herz aus Vogel
"Aber der Wind legt das Herz frei – den zwitschernden roten Vogel hinter den Rippen – und brennt mir die Herzhaut mit seinem Salpeteratem." (Hilde Domin) Hilde Domin hatte eine Vorliebe fur Vogelmetaphern -aber sie schrieb auch in der Zeit vor Vogelgrippe und Vogelpest. Davon abgesehen will ich weder mein noch irgendein anderes Herz als zwitschernden roten Vogel sehen. Solche Bilder verleiden mir Gedichte.
Sunday, 16 July 2006
Zungenkuss eines Philosophen
Vor 732 Jahren starb der gro?e Franziskaner, Theologe und Philosoph, der heilige Bonaventura. Wie wurden die heutigen Philosophen philosophieren, wenn sie Ahnliches erlebten wie Bonaventura? Erlebnisse wie - beispielsweise - das folgende: Als man in Padua 32 Jahre nach dem Tod des heiligen Antonius, der bekannt war fur seine Predigten zur Ehre Gottes, dessen Grab offnete, um seine sterblichen Uberreste fur den neuen Dom zu bergen, fand man seinen Leichnam ganzlich verwest, nur "seine Zunge allein war ohne Merkmale der Verwesung und schien noch so frisch, als wenn er noch lebte. Der heil. Bonaventura, damals General der Franciskaner, der bei der Erhebungsfeier zugegen war, nahm sie in seine Hande, ku?te sie ehrfurchtsvoll, und sagte unter Thranen: 'O gluckliche Zunge, die du nicht aufhorst, Gott zu loben, und die du dessen Lob in unzahligen Herzen bewirkt hast!" (B. G. Bayerle). Solche Wunder wurden ganz andere Philosophien bewirken, Philosophien, die vielleicht sogar weniger wunderlich waren.
Saturday, 8 July 2006
Gewicht der Welten
Schicksale wiegen schwerer als Theorien.
Tuesday, 4 July 2006
Sekten
Fur Gott sind alle Religionen Sekten.
Die ganze Wahrheit
Wer die ganze Wahrheit kennt, wei?, dass es nicht einmal die halbe ist.
Tod am 3. Juli
Vor 35 Jahren starb der nicht zu vergessende Admiralssohn, Musiker und Poet Jim Morrison. Es ist schon, es ist gut und es ist richtig, dass seiner planetenweit gedacht und zu seinem Andenken die Musik der Doors gehort wird. Vor 90 Jahren starben, allein an diesem einzigen Tag, im Ersten Weltkrieg in der Somme-Schlacht, der gro?ten Menschenvernichtungsmaschine vor Auschwitz, Tausende junger Deutscher, Briten und Franzosen. Und eine Million Manner folgte ihnen in den folgenden Monaten. Nicht jeder von diesen Gefallenen und Erschossenen und Zerfetzten und Erstochenen und Erstickten war ein Admiralssohn. Aber in jedem lebte, wie in Jim Morrison, Musik, die niemals hatte so fruh zum Verstummen gebracht werden durfen.
Tuesday, 20 June 2006
Der Name eines Philosophen
Wie kann sich ein judischer Philosoph nur Constantin Brunner nennen, wenn er eigentlich Leo Wertheimer hei?t? Lie? Gott zur Strafe fur diesen Frevel einen der schlimmsten Judenverfolger Alois Brunner hei?en?
Fruchte als Ma?stab
Eine Philosophie an ihren literarischen Fruchten zu messen: Das ist ungerecht. Eigentlich ist es auch ungerecht, einen Baum an seinen Fruchten zu messen und einem fruchtlosen Baum Wert und Daseinsberechtigung abzusprechen.
Monday, 5 June 2006
Levinas, Litauen
Zu den bekannten Juden, die in Litauen geboren wurden und aufwuchsen, also durch Litauen auch gepragt wurden, gehort der Philosoph Emmanuel Levinas. In der Levinas-Biographie von Salomon Malka wird dargestellt, dass Juden und Litauer bis zum Ersten Weltkrieg friedlich und tolerant - kurz: "recht gut", wie es in der Ubersetzung von F. Miething hei?t - zusammengelebt haben. Das letzte Pogrom gegen die Juden lag in der litauischen Hauptstadt Kaunas, als Levinas dort geboren wurde, rund 150 Jahre zuruck. Wenn man die von Malka erwahnten Beispiele fur ein eintrachtiges Zusammenleben von Juden und Litauern - immerhin gab es also auch um 1900 diese Differenzierung zwischen beiden Volksgruppen - liest, dann erscheint es um so erstaunlicher, warum sich nur ein paar Jahrzehnte spater die Situation vollig anders darstellt: 1941 schreibt die Litauerin E. Kutorgiene-Buivydaite: "Alle Litauer, mit nur geringen Ausnahmen sind eins in ihren Ha?gefuhlen gegenuber den Juden, das gilt insbesondere fur die Intelligenz ..." oder "Litauen ist wirklich eins in seinem Ha? auf die Juden ..." (zitiert nach: V. Kronenberg: Ernst Nolte und das totalitare Zeitalter. Versuch einer Verstandigung. Bonn 1999, S. 234 f.) Hatte Levinas 1941 in Litauen gelebt, dann hatte er also in lauter hasserfullte levinassche Antlitze schauen konnen und schauen mussen. In Antlitze, die vielleicht hasserfullter waren als die derjenigen Deutschen, die ihn wahrend des 2. Weltkriegs bewachten.
Friday, 19 May 2006
Faut-il bruler Beauvoir?
Als Simone de Beauvoir die onomastisch inkorrekte Frage stellte: "Soll man Sade verbrennen?", ist ihr vermutlich klar gewesen, dass sich damit schnell und nahezu gleichzeitig die Frage aufdrangt: Soll man Beauvoir verbrennen? Auch wenn die Frage nach dem "bruler" in Frankreich weit weniger dramatisch klingt als in Deutschland - schlie?lich wird sie dort zu fast allem und jedem aufgeworfen und die letzte franzosische Bucherverbrennung war nicht so theatralisch-damonisch wie die deutsche 1933 - so ist sie doch mehr als blo?e Redewendung. Man soll in der Regel keine Bucher dem Scheiterhaufen uberantworten und ubergeben. Aber wenn man vor die unangenehme Wahl zwischen de Beauvoir und de Sade gestellt wurde, so erscheinen mir die Bucher des Marquis weitaus wertvoller und bewahrenswerter als die Beauvoirs. Wer sich in einer solchen Weise, wie de Beauvoir es tat, gegen Kinder und Geburten ausspricht - warum sollte das Werk eines solchen Menschen eigentlich uberhaupt eine Zukunft verdienen? Wer Kinderlosigkeit als Ideal propagiert, propagiert schlie?lich: Nichts. Nachtrag zu de Beauvoir: Mann wird nicht als Frau geboren. Frau wird nicht als Mann geboren.
Sunday, 30 April 2006
Die Erfindung des Rades
Schon Ende der Achtziger Jahre war Hayo Hayen, der Leiter der Abteilung Moorarchaologie im Staatlichen Museum fur Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg/Nidersachsen, uberzeugt davon, dass das Rad nicht im Vorderen Orient erfunden wurde, sondern in Europa. Das neue Jahrtausend hat ihm Recht gegeben: Die im weiteren Alpenraum - zum Beispiel im Jahr 2002 in Slowenien - gefundenen Rader sind alter als die in Mesopotamien. Auch dies bestatigt, was sich nach dem Fund der Sonnenscheibe von Nebra allmahlich, ganz langsam, herumzusprechen beginnt: Dass die Alteuropaer zivilisatorisch dem Vorderen Orient nicht nachstanden. Aber wahrscheinlich wird es noch etliche Jahre dauern, bis man begreift, dass dies nicht nur fur den Stand der Technologie gilt, sondern auch fur Religion und Philosophie.
Friday, 3 March 2006
Verzeihen und Vergessen
Um zu verzeihen, darf man nicht vergessen. Man kann nur das verzeihen, was man nicht vergessen hat.
Homo sapiens sapiens
Nemo omnibus horis sapiens est.
Zufriedenheit
Es konnte ein Grund zur Zufriedenheit sein, dass Unzufriedenheit die Menschen nicht schoner macht.
Brillen und Fremdworter
Der kambodschanische Marxist Pol Pot lie? von seinen Roten Khmer die Brillentrager seines Volkes als mutma?lich konterrevolutionare Intellektuelle ermorden. Er hatte, mit gleichem Unrecht, die Benutzer von seltenen Fremdwortern, Archaismen und anspruchsvoller Syntax toten lassen konnen. Und wahrscheinlich tat er dies auch.
Tuesday, 21 February 2006
Ernst Brucke
Ernst Brucke war die gro?te Autoritat, der Sigmund Freud nach eigener Einschatzung je begegnet ist. Wer kennt heute noch den Namen jenes brillanten rothaarigen Wissenschaftlers? Wer hat ihn je gekannt? Auch im Fall von Ernst Brucke zeigt sich wieder, dass Autoritat nicht notwendig etwas mit Bekanntheit oder gar Beruhmtheit zu tun hat.
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