Um zu verzeihen, darf man nicht vergessen. Man kann nur das verzeihen, was man nicht vergessen hat.
|
|
GREGOR BRAND : LIBER PHILOSOPHICUS
Friday, 3 March 2006
Verzeihen und Vergessen
Um zu verzeihen, darf man nicht vergessen. Man kann nur das verzeihen, was man nicht vergessen hat.
Homo sapiens sapiens
Nemo omnibus horis sapiens est.
Posted by Gregor Brand
at 11:35 PM GMT
Updated: Friday, 3 March 2006 11:41 PM GMT Permalink | Share This Post
Zufriedenheit
Es konnte ein Grund zur Zufriedenheit sein, dass Unzufriedenheit die Menschen nicht schoner macht.
Brillen und Fremdworter
Der kambodschanische Marxist Pol Pot lie? von seinen Roten Khmer die Brillentrager seines Volkes als mutma?lich konterrevolutionare Intellektuelle ermorden. Er hatte, mit gleichem Unrecht, die Benutzer von seltenen Fremdwortern, Archaismen und anspruchsvoller Syntax toten lassen konnen. Und wahrscheinlich tat er dies auch.
Tuesday, 21 February 2006
Ernst Brucke
Ernst Brucke war die gro?te Autoritat, der Sigmund Freud nach eigener Einschatzung je begegnet ist. Wer kennt heute noch den Namen jenes brillanten rothaarigen Wissenschaftlers? Wer hat ihn je gekannt? Auch im Fall von Ernst Brucke zeigt sich wieder, dass Autoritat nicht notwendig etwas mit Bekanntheit oder gar Beruhmtheit zu tun hat.
Monday, 20 February 2006
Freier Fall
Wenn man, wie von Trost spenden wollenden Pfarrern oft zu horen ist, nach dem Tod in Gottes Hand fallt, dann bedeutet dies auch, dass er uns vorher noch nicht ganz im Griff hatte.
Posted by Gregor Brand
at 12:51 PM GMT
Updated: Tuesday, 21 February 2006 1:31 AM GMT Permalink | Share This Post
De vita
Leben: Das hei?t auch, dem Schauspiel der Entfaltung der eigenen Gene hilflos und fasziniert zugleich zuzuschauen.
Posted by Gregor Brand
at 12:44 PM GMT
Updated: Tuesday, 21 February 2006 1:27 AM GMT Permalink | Share This Post Friday, 20 January 2006
Times of reason
Times of Reason Hours of reason have always been in mankind`s history times of breath- taking between years of stupidity.
Wednesday, 4 January 2006
Wladimir Toporow (1928 - 2005)
Zu den gro?en Toten des Jahres 2005 gehort der herausragende russische Gelehrte Wladimir Toporow , der sich um die baltischen Kulturen und ihr indoeuropaisches Erbe hoch verdient gemacht hat. Diese Kulturleistung ist auch fur Deutsche bedeutsam - nicht deswegen, weil es deutsche Christen waren, die im Mittelalter einen gro?en Teil dieses heidnisch europaischen Erbes gewaltsam zerstort haben, sondern weil diese indoeuropaischen Wurzeln auch Wurzeln der Deutschen sind. Davon abgesehen ist es verdienstvoller, wie Toporow es tat, originelle, ja bahnbrechende, Bucher zur Kultur der Pruzzen zu schreiben als das zigtausendste unoriginelle Buch zur Theologie derjenigen Religion, die das baltische Heidentum genauso grausam behandelte wie vorher das slawische und germanische.
Posted by Gregor Brand
at 11:48 AM GMT
Updated: Wednesday, 4 January 2006 11:57 AM GMT Permalink | Share This Post Saturday, 24 December 2005
Folter
Selbst Maschinen bekennen unter Folter nicht begangene Untaten und Fehler.
Unzufriedenes Leben
Wer mit seinem Leben hadert, muss mit seinem Hadern leben.
Aurelianische Metaphern
Um uber den Menschen philosophieren zu konnen, war auch Marc Aurel jeder unpassende Vergleich recht. Aber der Mensch ist, allen romischen Kaisern und antiken Philosophen zum Trotz, weder Baum noch Biene.
Gelehrtes Lesen
Gelehrte, die wenig lesen, konnten sich zu ihrer Verteidigung auf Lichtenberg berufen - wenn sie ihn gelesen hatten.
Wednesday, 14 December 2005
Gegen den Strom
Gegen den Strom zu schwimmen, das war schon gefahrlich, ehe es Stromleitungen gab.
Wednesday, 9 November 2005
Unterschiedliche Niederlagen
Oft schon wurde die deutsche Niederlage von 1945 mit der Katastrophe des Drei?igjahrigen Krieges verglichen. Aber nach dem Drei?igjahrigen Krieg waren die Deutschen fromm und kinderreich und allein dies macht schon einen entschiedenden Unterschied zur Lage nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Den Deutschen des 20. Jahrhunderts fehlte - im Gegensatz zu den Deutschen des 17. Jahrhunderts - jene judisch-biblische Frommigkeit, die ein Volk zahlreich und stark machen kann.
Wednesday, 2 November 2005
Eine selten gestellte Frage
Welche 3 Bucher wurdest Du in eine einsame Stadt mitnehmen?
Zwei gro?e Franzosen
Chamfort: Glucklich das Land, dessen Schriftsteller zumindest so klingen, als wurden sie gut schmecken. Vauvenargues: Der Marquis musste uber ein Jahrhundert warten, bis seine Reflexionen in dem Kultur- und Nachbarland Deutschland auf fruchtbaren Boden fielen. Vauvenarques starb, wie so viele Gro?e von den Zeitgenossen kaum wahrgenommen, in Paris. Und doch wird dieses wenig beachteten Denkers und Schriftstellers 290 Jahre nach seiner Geburt selbst in einem so kleinen deutschen Dorf wie Bargstedt gedacht.
Posted by Gregor Brand
at 10:51 PM GMT
Updated: Wednesday, 2 November 2005 10:54 PM GMT Permalink | Share This Post Tuesday, 1 November 2005
Irving Babbitt
Irving Babbitt hielt es vor fast 100 Jahren fur moglich, wie viele seiner Zeitgenossen, dass der moderne Mensch nur die Wahl hat, Bolschewist oder ultramontaner Katholik zu werden. Er hat sich, all seiner gro?en Intelligenz und phanomenalen Bildung zum Trotz, grundlich geirrt, grundlicher als viele Ungebildeten. "Professor Babbitt knows too much ...", schrieb T. S. Eliot 1928. Wer sich in wichtigen Fragen irrt, der wei? nie zu viel.
Part of the Body
Be it the brain, Be it the buttocks, Be it the balls, Be it the bulbus: My poetry is a part of the body of all poetry.
Sunday, 23 October 2005
Jaspers und das Meer
Karl Jaspers, der gro?e - uber 1, 90 m - niedersachsische Philosoph, war ein Bewunderer des Meeres. Das Meer war ihm anschauliche Gegenwart des Unendlichen. "Das Meer zu sehen, wurde fur mich das Herrlichste, das es in der Natur gibt." Ja, das Meer ist herrlich - auch wenn sich unter seiner wildschonen Oberflache unendliche Grausamkeiten und taglich Millionen von Toden abspielen und seine Wellen unendlichen Schmutz und Ekel glanzvoll verbergen. Ja, das Meer ist wirklich ein Symbol der Unendlichkeit und Ewigkeit.
|