Selbst Maschinen bekennen unter Folter nicht begangene Untaten und Fehler.
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GREGOR BRAND : LIBER PHILOSOPHICUS
Saturday, 24 December 2005
Folter
Selbst Maschinen bekennen unter Folter nicht begangene Untaten und Fehler.
Unzufriedenes Leben
Wer mit seinem Leben hadert, muss mit seinem Hadern leben.
Aurelianische Metaphern
Um uber den Menschen philosophieren zu konnen, war auch Marc Aurel jeder unpassende Vergleich recht. Aber der Mensch ist, allen romischen Kaisern und antiken Philosophen zum Trotz, weder Baum noch Biene.
Gelehrtes Lesen
Gelehrte, die wenig lesen, konnten sich zu ihrer Verteidigung auf Lichtenberg berufen - wenn sie ihn gelesen hatten.
Wednesday, 14 December 2005
Gegen den Strom
Gegen den Strom zu schwimmen, das war schon gefahrlich, ehe es Stromleitungen gab.
Wednesday, 9 November 2005
Unterschiedliche Niederlagen
Oft schon wurde die deutsche Niederlage von 1945 mit der Katastrophe des Drei?igjahrigen Krieges verglichen. Aber nach dem Drei?igjahrigen Krieg waren die Deutschen fromm und kinderreich und allein dies macht schon einen entschiedenden Unterschied zur Lage nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Den Deutschen des 20. Jahrhunderts fehlte - im Gegensatz zu den Deutschen des 17. Jahrhunderts - jene judisch-biblische Frommigkeit, die ein Volk zahlreich und stark machen kann.
Wednesday, 2 November 2005
Eine selten gestellte Frage
Welche 3 Bucher wurdest Du in eine einsame Stadt mitnehmen?
Zwei gro?e Franzosen
Chamfort: Glucklich das Land, dessen Schriftsteller zumindest so klingen, als wurden sie gut schmecken. Vauvenargues: Der Marquis musste uber ein Jahrhundert warten, bis seine Reflexionen in dem Kultur- und Nachbarland Deutschland auf fruchtbaren Boden fielen. Vauvenarques starb, wie so viele Gro?e von den Zeitgenossen kaum wahrgenommen, in Paris. Und doch wird dieses wenig beachteten Denkers und Schriftstellers 290 Jahre nach seiner Geburt selbst in einem so kleinen deutschen Dorf wie Bargstedt gedacht.
Posted by Gregor Brand
at 10:51 PM GMT
Updated: Wednesday, 2 November 2005 10:54 PM GMT Permalink | Share This Post Tuesday, 1 November 2005
Irving Babbitt
Irving Babbitt hielt es vor fast 100 Jahren fur moglich, wie viele seiner Zeitgenossen, dass der moderne Mensch nur die Wahl hat, Bolschewist oder ultramontaner Katholik zu werden. Er hat sich, all seiner gro?en Intelligenz und phanomenalen Bildung zum Trotz, grundlich geirrt, grundlicher als viele Ungebildeten. "Professor Babbitt knows too much ...", schrieb T. S. Eliot 1928. Wer sich in wichtigen Fragen irrt, der wei? nie zu viel.
Part of the Body
Be it the brain, Be it the buttocks, Be it the balls, Be it the bulbus: My poetry is a part of the body of all poetry.
Sunday, 23 October 2005
Jaspers und das Meer
Karl Jaspers, der gro?e - uber 1, 90 m - niedersachsische Philosoph, war ein Bewunderer des Meeres. Das Meer war ihm anschauliche Gegenwart des Unendlichen. "Das Meer zu sehen, wurde fur mich das Herrlichste, das es in der Natur gibt." Ja, das Meer ist herrlich - auch wenn sich unter seiner wildschonen Oberflache unendliche Grausamkeiten und taglich Millionen von Toden abspielen und seine Wellen unendlichen Schmutz und Ekel glanzvoll verbergen. Ja, das Meer ist wirklich ein Symbol der Unendlichkeit und Ewigkeit.
Rechtfertigung des Theismus
Wenn der Glaube an Gott nur dazu dienen und tatsachlich dazu fuhren wurde, dass ein Kind lernt, Hochachtung und Bescheidenheit vor etwas Gro?em mit Liebe zu diesem Gro?en zu verbinden, dann ware der Theismus schon mindestens halb gerechtfertigt.
Die Zahigkeit Voltaires
Voltaire war ein au?erordentlich zaher Mensch, meinte Goethe bewundernd. In der Tat: Wer, wie Voltaire, in seinem Leben Millionen Worter schreiben kann, muss uber eine sehr dauerhafte Konstitution verfugen, egal, wie oft und wie lange er in seinem Leben krank gewesen ist.
Friday, 7 October 2005
Mode und Philosophie
Das Philosophieren von Modeschopfern ist fur die Welt nicht wichtiger als von Philosophen entworfene Moden.
Posted by Gregor Brand
at 11:20 PM BST
Updated: Sunday, 23 October 2005 2:45 PM BST Permalink | Share This Post Monday, 26 September 2005
Nietzsches Lieblingswort
Nietzsches Fans hatten sich vornehmen sollen, nie sein Lieblingswort "vornehm" zu benutzen. Das ware nobel von ihnen gewesen.
Sunday, 25 September 2005
Geist
Wer an das Geistige nicht glaubt, gleicht den Tieren. Er hat alles verloren und nichts mehr zu verlieren.
Gloria derivata
Goethe lernte im Leben Tausende von Menschen persönlich kennen. Wär ich einer von ihnen, tät mich schon längst ein Lexikon leise nennen.
Posted by Gregor Brand
at 7:32 PM BST
Updated: Saturday, 27 October 2007 9:16 AM BST Permalink | Share This Post Tuesday, 20 September 2005
Four aphorisms
Love makes blind and hate makes deaf. Some prominent people really deserve their fame. Nothing should be politically correct what is biologically incorrect. God doesn't like wolves that don't like meat.
Posted by Gregor Brand
at 8:37 PM BST
Updated: Tuesday, 20 September 2005 8:49 PM BST Permalink | Share This Post Monday, 19 September 2005
Kein Mensch konnte
Kein Mensch konnte die Gotter leugnen. Wenn diese es ihm nicht vorher erlaubt hatten.
Monday, 5 September 2005
Eine autogene Wahrheit
Der Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz, Vater des autogenen Trainings, erkannte schon vor vielen Jahrzehnten: "Die Erbforschung mu? an sich immer auf den ganzen Menschen abgestellt sein, denn es ist sicherer wissenschaftlicher Besitz ihrer Erfahrung, da? nicht nur au?erliche sichtbare korperliche Merkmale, sondern auch die seelische Personlichkeit diesen Gesetzma?igkeiten grundsatzlich unterliegt." ("Die seelische Gesunderhaltung unter besonderer Berucksichtigung der Kriegsverhaltnisse". 1942) Gleichgultig, wie man zum autogenen Training, zu Schultz oder seiner Zeit steht: Er hat eine zentral richtige und im Zeichen neuerer und neuester genetischer Studien hochaktuelle Erkenntnis ausgesprochen, ohne die man im Bildungswesen zu keinen wirklichen Fortschritten kommt, sondern nur im Dunkeln wandern kann. Wer die starke genetische Komponente des Seelischen im Allgemeinen und der Intelligenz im Besonderen nicht zur Kenntnis nimmt, der muss schwere bildungspolitische Fehler machen, die sich dann auch okonomisch und zivilisatorisch - und damit auch politisch - verhangnisvoll auswirken und auswirken werden.
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