3 Sep, 07 > 9 Sep, 07
20 Aug, 07 > 26 Aug, 07
13 Aug, 07 > 19 Aug, 07
2 Jul, 07 > 8 Jul, 07
25 Jun, 07 > 1 Jul, 07
18 Jun, 07 > 24 Jun, 07
11 Jun, 07 > 17 Jun, 07
4 Jun, 07 > 10 Jun, 07
28 May, 07 > 3 Jun, 07
21 May, 07 > 27 May, 07
14 May, 07 > 20 May, 07
7 May, 07 > 13 May, 07
30 Apr, 07 > 6 May, 07
16 Apr, 07 > 22 Apr, 07
2 Apr, 07 > 8 Apr, 07
26 Mar, 07 > 1 Apr, 07
19 Mar, 07 > 25 Mar, 07
5 Mar, 07 > 11 Mar, 07
26 Feb, 07 > 4 Mar, 07
19 Feb, 07 > 25 Feb, 07
12 Feb, 07 > 18 Feb, 07
5 Feb, 07 > 11 Feb, 07
29 Jan, 07 > 4 Feb, 07
22 Jan, 07 > 28 Jan, 07
15 Jan, 07 > 21 Jan, 07
8 Jan, 07 > 14 Jan, 07
1 Jan, 07 > 7 Jan, 07
25 Dec, 06 > 31 Dec, 06
18 Dec, 06 > 24 Dec, 06
11 Dec, 06 > 17 Dec, 06
4 Dec, 06 > 10 Dec, 06
27 Nov, 06 > 3 Dec, 06
20 Nov, 06 > 26 Nov, 06
6 Nov, 06 > 12 Nov, 06
30 Oct, 06 > 5 Nov, 06
23 Oct, 06 > 29 Oct, 06
9 Oct, 06 > 15 Oct, 06
18 Sep, 06 > 24 Sep, 06
11 Sep, 06 > 17 Sep, 06
4 Sep, 06 > 10 Sep, 06
28 Aug, 06 > 3 Sep, 06
7 Aug, 06 > 13 Aug, 06
24 Jul, 06 > 30 Jul, 06
17 Jul, 06 > 23 Jul, 06
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3 Jul, 06 > 9 Jul, 06
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5 Jun, 06 > 11 Jun, 06
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6 Mar, 06 > 12 Mar, 06
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23 Jan, 06 > 29 Jan, 06
9 Jan, 06 > 15 Jan, 06
26 Dec, 05 > 1 Jan, 06
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22 Dec, 03 > 28 Dec, 03
15 Dec, 03 > 21 Dec, 03
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GREGOR BRAND : LIBER PHILOSOPHICUS
Saturday, 25 June 2005
4 Tagesaphorismen
Kopfschmerzen konnen dadurch verursacht werden, dass sich Blutgefa?e zusammenziehen oder, wie man heutzutage in manchen Kreisen gern sagt, "sich zurucknehmen". Wer sich stark zurucknimmt, kann anderen sogar gro?es Kopfzerbrechen bereiten. Blaise Pascal meinte, kein Mensch konne tun, was Jesus getan habe. Ware dies wirklich wahr ist, dann ware es ein Beweis mehr dafur, dass Jesus kein Mensch war. Sich fur das Nichts zu begeistern, ist nicht besser, als sich fur nichts zu begeistern. Es ist tragisch, wenn man gekreuzigt wird, ohne dass man auch nur im Geringsten Gott sein will.
Thursday, 16 June 2005
Tolle, lege!
Augustinus war unschuldig. Der beruhmte und so wirkungsmachtige Theologe und Philosoph Augustinus konnte, als er in einem entscheidenden Moment seines Lebens die Stimme vernahm, die "Tolle, lege" rief, nicht wissen, dass dies deutsche Worte waren und nicht lateinische. Wie anders ware die Geschichte verlaufen, wenn er diese Aufforderung richtig verstanden hatte! Wie anders wurde Geschichte immer verlaufen, wenn Worte richtig verstanden wurden!
Tuesday, 7 June 2005
Geburtstag eines Philosophen
Wenn ein aphoristischer Philosoph wie Cioran am 8. April 1965 in sein personliches Notizheft ("Cahiers") schreiben durfte, dass er an jenem Tag 54 wurde, dann darf ich am heutigen Tag schreiben, dass ich 48 werde. An dem Tag, an dem meine liebe Mutter 48 wurde, also am 12. Marz 1969, hatte Cioran nichts Besseres zu tun, als sich mit Octavio Paz zu treffen. Dabei ware es viel origineller, erstaunlicher und damit eines Philosophen wurdiger gewesen, wenn er an diesem Tag meiner Mutter, die nicht weniger intelligent war als Paz, zum Geburtstag oder wenigstens mir zum Namenstag gratuliert hatte. Noch eine Notiz zu Cioran: Am 17. Juni 1966 bemerkte er uber Erwin Reisner: "philosophe veritable, mort inconnu". Wird es eines Tages von mir hei?en: "philosophe inconnu, mort veritable"? Ich will es nicht hoffen.
Monday, 6 June 2005
Der ungeliebte Rausch
Der beste Rausch ist vielleicht immer noch der Rausch der Nuchternheit. Kein anderer kann uns so gut vor Ernuchterung schutzen. Andererseits hat er einen entscheidenden Nachteil: Er ist unbeliebt und er macht unbeliebt.
Sunday, 5 June 2005
Schubladen
Schubladen, in die jemand gesteckt wird, lassen sich leichter von au?en als von innen offnen.
Deus pastor
Fur Gott, den Hirten des Seins, sind Mensch und Tier, Tau, Tropfen, Mond, Mandeln und Mythen, Himmel und Erde, sanfte Schafe der gleichen Herde.
Saturday, 4 June 2005
Walder Nornepygge
Walder Nornepygge, der hochbegabt-hilflos-hoffnungslose Titelheld aus Max Brods Roman "Schlo? Nornepygge", dachte: "Ja, wer das konnte! Nur bewu?tlos dreinschlagen, von aller Logik unbeirrt!" Hatte er immer so gedacht, so hatte er die besten Voraussetzungen gehabt, um sowohl Durchschnittsburger als auch Nazi zu werden.
Die Sicht des Philosophen
Der Blick des Philosophen auf die Welt sollte in erster Linie weder mikro- noch makroskopisch, sondern mesoskopisch sein.
Volkerwanderungszeit
Waren das nicht jene Jahrhunderte, als Genies noch in Reihengrabern und nicht in Massengrabern beerdigt wurden?
Pascal und Nietzsche
Blaise Pascal schrieb seine "Gedanken", um definitiv zu beweisen, dass man gleichzeitig genialer Mathematiker und durchschnittlicher Philosoph und Schriftsteller sein kann. Friedrich Nietzsche demonstrierte demgegenuber, dass man zur gleichen Zeit einer der intelligentesten Anreger der Philosophie und mathematischer Analphabet sein kann. Nietzsches mathematische Leistungen wurden schlie?lich nur noch von denen des schlauen Staatsmannes Helmut Kohl unterboten.
Intelligenz und Intelligenztest
Diejenigen hochintelligenten Menschen, die sich vom Ergebnis eines Intelligenztests dazu verleiten lassen, sich fur dumm zu halten, die sind es wirklich.
Thursday, 2 June 2005
Spatestens
Spatestens seit dem 20. Dezember 1968 ist Literatur brodlose Kunst.
Wednesday, 1 June 2005
Deutz 11 PS
Zu den unvergesslichen Worten meines guten Vaters gehoren seine Traktorate.
Regen
Wer bei einem nachtlichen Landregen im Fruhsommer kein Gefuhl von Dankbarkeit empfinden kann, ist: falsch erzogen.
Monday, 30 May 2005
Nicolas Gomez Davila und Gregor Brand
Wurde ich sagen, dass Gomez Davila ein besserer Aphoristiker und Philosoph ist als ich, dann ware ich ein bescheidener grandioser Lugner.
Saturday, 28 May 2005
Zur Vererblichkeit von Intelligenz
Es gibt zahlreiche und ausgedehnte Zwillings- und Adoptionsstudien zur Frage der Vererblichkeit von Intelligenz. Bei den Zwillingsstudien sind bisher insgesamt in verschiedenen Landern uber jeweils 5000 eineiige und 5000 zweieiige Zwillingspaare untersucht worden. Diese Untersuchungen an Zwillingen und anderen Verwandten haben unter anderem folgende Ergebnisse gebracht: 1) Die Korrelation der Intelligenztestwerte von eineiigen Zwillingen ist extrem hoch. Oder anders ausgedruckt: Bei gemeinsam aufgewachsenen eineiigen – im Gegensatz zu genetisch weniger ubereijnstimmenden zweieiigen - Zwillingen kann man praktisch keine Intelligenzunterschiede feststellen. Dazu passen neuere gehirntomographische Untersuchungen (z. B. von Prof. P. Thompson), die feststellen, dass die Gehirne von eineiigen Zwillingen nahezu gleich sind (z. B. was den Anteil von grauer und wei?er Gehirnsubstanz betrifft). Bei getrennt aufgewachsenen monozygoten Zwillingen ist die Ubereinstimmung bei den IQ-Werten nur ganz geringfugig kleiner. 2) Getrennt (in verschiedenen Familien, manchmal sogar verschiedenen Landern) aufgewachsene eineiige Zwillinge sind sich in ihren IQ-Werten trotz unterschiedlicher Lebensbedingungen ahnlicher als zusammen aufgewachsene zweieiige Zwillinge oder "normale" Geschwister. 3) Die Ahnlichkeit der IQ-Werte von Zwillingen nimmt mit zunehmendem Lebensalter nicht ab, sondern zu, obwohl der Anteil der gemeinsamen Umwelt und der ahnlichen Lebensweise immer geringer wird Aus diesen und anderen Forschungen wird geschlossen, dass der Anteil der Gene auf die Auspragung der Intelligenz mit zunehmendem Alter gro?er wird. 4) Die IQ-Korrelationen von Verwandten entsprechen dem Grad der Verwandtschaft, unabhangig davon, ob die Verwandten in gemeinsamer Umgebung aufgewachsen sind oder nicht. Das hei?t beispielsweise : Getrennt aufgewachsene Geschwister sind sich in ihrer Intelligenz ahnlicher als in gleicher Familie erzogene Cousins. Was die Adoptionsstudien betrifft, so zeigen sie unter anderem folgende Ergebnisse: 1) Adoptivkinder sind in ihrer Intelligenz nach Abschluss des Wachstums ihren biologischen Eltern (und Geschwistern) weitaus ahnlicher als ihren Adoptiveltern (und Adoptivgeschwistern), selbst wenn sie im Sauglingsalter adoptiert wurden und in der Adoptivfamilie aufgewachsen sind. 2) Die Ahnlichkeit von Adoptivkindern mit den leiblichen Verwandten nimmt mit zunehmendem Alter erstaunlicherweise sogar zu, obwohl die in der Adoptivfamilie gemeinsam verbrachte Zeit ja angestiegen ist. Das hei?t: Adoptivgeschwister, die beispielsweise vom 1. bis zum 18. Lebensjahr in der gleichen Familie aufwachsen, werden sich dennoch intelligenzma?ig immer unahnlicher. Mit 18 korrelieren die IQ-Werte von Adoptivkindern zu ihren Adoptiveltern- und geschwistern kaum starker als mit anderen, ihnen uberhaupt nicht verwandten Personen - ganz im Gegensatz zur Situation gegenuber ihren leiblichen Verwandten, mit denen sie keine gemeinsame Umwelt teilten. Man konnte noch wesentlich mehr Ergebnisse aus den Adoptions- und Zwillingsstudien aufzahlen, die aber alle in die gleiche Richtung gehen: Der Grad der Intelligenz als der Leistungsfahigkeit des Gehirns hangt in erster Linie von genetischen Faktoren ab.
Wednesday, 25 May 2005
Das Leben lebt
Das Leben lebt von Bildern. Menschen sind Jager, Menschen sind Beute. Und alle wildern.
Uber die Romer
Am 22. Juni 1968 notierte Cioran den luziferischen Satz: "La seule valeur a laquelle je crois est la liberte." Cioran verkundete dieses Lob der Freiheit in einer Sprache, die ebenso wie seine rumanische Muttersprache wesentlich auf romischem Schwert und Liktorenbundeln gegrundet war. Max Brod, dem Freiheit nicht weniger wichtig war als Cioran, sprach in seinem philosophischen Werk "Von der Unsterblichkeit der Seele" (1969) von den "fluchwurdigen Romern" - was ihn mit Hannibal eng verbindet und von Cioran weit trennt.
Tuesday, 24 May 2005
Vater
Ernst Junger spricht in seinen Aufzeichnungen sehr positiv von seinem Vater, dessen Geburtstages er stets gedenke. Junger war froh, einen Vater gehabt zu haben und er war froh, gerade diesen Vater gehabt zu haben. Welch ein erfrischender Unterschied zu dem eloquent parlierenden Geschwatz des hochbegabten Jean-Paul Sartre in ?Les Mots?, der quasi vaterlos aufwuchs und aus dieser Not noch Jahrzehnte spater mit aller intellektuellen Gewalt eine Tugend machen wollte! Was die Haltung gegenuber den Vatern angeht, so bin ich jedenfalls Junger ungleich naher als diesem franzosischen Philosophen, der die Vaterlosigkeit offenbar so hoch schatzte, dass er selbst nicht Vater werden wollte - aber vielleicht konnte er es einfach auch nicht. Sartre mochte noch so viel und noch so Schlaues schreiben: Einen ganz wesentlichen Aspekt sinnvollen Lebens scheint er nicht begriffen zu haben.
Sunday, 15 May 2005
Notiz zu Oscar Wilde
Auch Menschen, die wissen, dass sie immer richtig angezogen waren, konnen das Gefuhl haben, dass sie das Meiste in ihrem Leben falsch gemacht haben.
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